Reflexive Verben

Reflexive Verben werden mit einem Reflexivpronomen (sich) gebildet, welches sich auf das Subjekt zurückbezieht. Subjekt und Objekt sind also dasselbe. Das ermöglicht zu erklären, dass es sich um dieselbe Person und dieselbe Sache handelt und nicht plötzlich eine andere Person gemeint ist.

Wir bilden reflexive Verben, indem wir das Verb konjugieren und das passende Relativpronomen nach dem Verb setzen.

Ich wasche mich jeden Tag.

Ich habe mich jeden Tag gewaschen.

Ich setze mich auf den Stuhl.

Reflexive Verben im Akkusativ

In den meisten Fällen stehen reflexive Verben im Akkusativ. Das Personalpronomen gibt einen Hinweis auf die Form des Relativpronomens.

Ich freue mich.

Du freust dich.

Er/Sie/Es freut sich.

Wir freuen uns.

Ihr freut euch.

Sie freuen sich.

Reflexive Verben im Dativ

Gibt es im Satz mehr als ein Objekt, wird das Relativpronomen mit dem Dativ gebildet. In diesem Fall ist das Objekt die Person selbst und die Zähne bilden das zweite Objekt. Hier benötigen wir immer den Dativ anstelle des Akkusativs.

Ich putze mir die Zähne.

Du putzt dir die Zähne.

Er/Sie/Es putzt sich die Zähne.

Wir putzen uns die Zähne.

Ihr putzt euch die Zähne.

Sie putzen sich die Zähne.

echte und unechte reflexive Verben

Es gibt Verben, die reflexiv und nicht-reflexiv gebildet werden können, z. B. waschen. Echte reflexive Verben werden dabei IMMER mit dem Reflexivpronomen gebildet. Bei unechten reflexiven Verben wird das Reflexivpronomen benötigt, wenn sich dieses auf das Subjekt bezieht. So wird der Zusammenhang deutlicher und der Gesprächspartner weiß jederzeit, um wen es sich genau handelt. Das Subjekt (der Vater, ich) wäscht sich dann selbst.

Der Vater wäscht sich selbst. – Das Verb bezieht sich direkt auf das Subjekt. Wir brauchen das Reflexivpronomen „sich“.

Ich wasche meine Hände. – Das Verb bezieht sich auf das Objekt. Wir brauchen kein Reflexivpronomen.

Präpositionalergänzung

Reflexive Verben werden oft mit Präpositionen ergänzt, z. B. freuen. Hier steht das Reflexivpronomen im Akkusativ. Diese Verbindungen lernt am besten zusammen, um die richtige Präposition benutzen zu können.

Ich freue mich auf dich.

Du freust dich über den Besuch deiner Mutter.

Der Freund bedankt sich für die Einladung.

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