Vermutungen ausdrücken mit Modalverben

Modalverben haben in der deutschen Sprache verschiedene Funktionen. Als subjektives Modalverb kann es genutzt werden, um Vermutungen auszusprechen. Je nachdem wie sicher ein Ereignis ist, wird ein anderes Modalverb genutzt. Dabei werden die Modalverben im Indikativ ebenso wie im Konjunktiv II verwendet.

Beispiel

„Wann kommt Max nach Hause?“

„Er müsste um 18 Uhr da sein.“

Es ist fast sicher, dass Max um 18 Uhr nach Hause kommt.

 

„Hast du die Lösung für die Aufgabe?“

„Es könnte 42 sein.“

Die Lösung ist möglicherweise 42.

ModalverbBeispielGrad der Wahrscheinlichkeit

müssen
(Indikativ)

Das muss die richtige Lösung sein!100%absolut sicher

müsste
(Konjunktiv II)

Das müsste die richtige Lösung sein!90%fast sicher

dürfte
(Konjunktiv II)

Das dürfte die richtige Lösung sein!75%wahrscheinlich

können
(Indikativ)

Das kann die richtige Lösung sein!50%vielleicht

könnte
(Konjunktiv II)

Das könnte die richtige Lösung sein!40%möglicherweise

Diese Modalverben können auch mithilfe der Ausdrücke in der rechten Spalte umschrieben werden.

Er muss heute zum Arzt.

Ich bin mir sicher, dass er zum Arzt muss.

 

Besonderheit können

können kann auch als müssen genutzt werden. Dafür muss das Modalverb können mit nur ergänzt werden.

Das kann nur meine Freundin wissen! = Das muss meine Freundin wissen!

 

Mit nicht können kann auch etwas komplett ausgeschlossen werden.

Ich kann nicht mehr kommen. = Mir ist unmöglich zu kommen.

 

Weitere interessante Beiträge:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sprachschule Aktiv Stuttgart hat 5,00 von 5 Sternen | 208 Bewertungen auf ProvenExpert.com