Die Bundestagswahl 2021

Im September findet wieder die wichtigste Wahl in Deutschland statt: die Bundestagswahl. Alle vier Jahre werden die Mitglieder des Bundesparlaments gewählt. Sie vertreten die Interessen des Volkes. Jede und jeder volljährige Staatsangehörige hat das Recht zu wählen und gewählt zu werden. Doch wie funktioniert die Bundestagswahl eigentlich?

Ein paar Wochen vor der Bundestagswahl erhält man eine Wahlbenachrichtigung, die dazu berechtigt, entweder per Briefwahl zu wählen oder am Wahltag ins Wahllokal zu gehen. Auf dem Wahlzettel müssen zwei Stimmen abgegeben werden, die erst- und die Zweitstimme, die jeweils über die Hälfte der zu vergebenen Plätze im Parlament entscheiden. Die Bundestagswahl läuft nach dem so genannten personalisierten Verhältniswahl-System ab. Personalisiert bedeutet, dass man mit seiner Erststimme eine aufgestellte Person aus seinem Wahlkreis wählen kann. Die Direkt-kandidieren treten dann innerhalb ihres Wahlkreises gegeneinander an. Sie können sich unabhängig von einer Partei, also parteilos, zur Wahl stellen oder sie werden von ihren Parteien aufgestellt. Diejenigen mit den meisten Stimmen pro Wahlkreis erhalten ein so genanntes Direktmandat und ziehen direkt in den Bundestag ein. Mit der Zweitstimme wählt man eine bestimmte Partei. Diese Verhältniswahl entscheidet über die Gesamtanzahl der Sitze einer Partei im Bundestag, also wie stark sie prozentual vertreten ist. Doch nicht alle Parteien die auf dem Wahlzettel stehen schaffen es auch ins Parlament. Nur Parteien die bundesweit mindestens 5 % der Zweitstimmen erhalten haben oder in mindestens drei Wahlkreisen ein Direktmandat gewonnen haben, ziehen in den Bundestag ein. Vor der Wahl erstellen alle Parteien für jedes Bundesland eine Liste. Darauf stehen die Personen, die die Partei als Abgeordnete in den Bundestag schicken möchten. Da Kandidierende mit einem Direktmandat in jedem Fall in den Bundestag einziehen, werden die restlichen Sitze durch die Personen von der Landesliste ausgefüllt. Hinzu kommen noch Überhang- und Ausgleichsmandate. Diese entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erhalten hat, als ihr durch die Verteilung der Zweitstimme zustehen. Diese Zusatzstimmen müssen dann für alle anderen Parteien ausgeglichen werden.

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